Mal so nebenbei bemerkt

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Kurzgeschichten, die das Leben schrieb, oder: Ich gewinne den Nobelpreis für Literatur

Wer in dieser Welt existieren will, kann das nur mit einem gewissen Anspruch. Ich habe jetzt eine Entscheidung gefällt. Mein Anspruch ist der Nobelpreis für Literatur. Den erreicht man am einfachsten, wenn man sich an den Alltäglichkeiten orientiert. Was ist verdächtiger, einen Preis zu gewinnen, als die Geschichten, die das Leben schreibt?

Das Problem ist nur, man schreibt es nicht auf. Nicht nur man, nein, ich auch nicht. Und dabei bin ich so nah dran. Letztlich noch habe ich einen Tag erlebt, der war so nah am Leben, das gibt es nicht.

Aber ich habe es nicht aufgeschrieben und damit ist er für die Menschheit unwiderruflich verloren. Ab sofort passiert das nicht mehr. Mein Weg zum Ruhm hat begonnen und ist unumkehrbar. Unter einer Voraussetzung: Ich vergesse nicht es aufzuschreiben.

Wie sagte schon Günter Grass zu Radio Eriwan: Wir werden sehen!

Ach ja, dings, Copyright!